01.10.2026
Stimmkreisreform: FREIE WÄHLER Amberg-Sulzbach beziehen Stellung

Stimmkreisreform: FREIE WÄHLER Amberg-Sulzbach beziehen Stellung

Die FREIEN WÄHLER Amberg-Sulzbach wenden sich gegen die geplante Zuordnung der Stadt Vilseck zum Stimmkreis Tirschenreuth.

In einem Schreiben an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nehmen Kreisvorsitzender Hans Martin Grötsch und Landtagsabgeordneter Bernhard Heinisch ausführlich Stellung zu den Überlegungen zur Neugliederung der Stimmkreise. Kritisiert wird insbesondere, dass die Stadt Vilseck und die regional verantwortlichen politischen Vertreter nach Auffassung der FREIEN WÄHLER nicht frühzeitig in den Entscheidungsprozess einbezogen worden seien.

Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Stadt Vilseck räumlich und strukturell eng mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach verbunden ist.

Aus Sicht der FREIEN WÄHLER sprechen insbesondere die bestehenden interkommunalen Kooperationen, Verwaltungsstrukturen und politischen Netzwerke für einen Verbleib Vilsecks im bisherigen regionalen Zusammenhang.

Auch die besonderen Gegebenheiten durch den Truppenübungsplatz Grafenwöhr sowie die bestehenden Kooperationen zwischen den Truppenübungsplatzstandorten Vilseck und Hohenfels werden in der Stellungnahme thematisiert.

Die FREIEN WÄHLER sehen zudem die Gefahr, dass durch eine Zuordnung Vilsecks zu einem Stimmkreis mit Gemeinden aus mehreren anderen Landkreisen gewachsene politische und kommunale Verbindungen geschwächt werden könnten.

In ihrer Stellungnahme schlagen Grötsch und Heinisch deshalb eine langfristig tragfähige Neuordnung entlang der A93-Achse als möglichen Ansatz vor. Ziel müsse aus ihrer Sicht ein Stimmkreiszuschnitt sein, der bestehende regionale Verflechtungen berücksichtigt und auch zukünftige demografische und strukturelle Entwicklungen abbilden kann.

Die vollständige Stellungnahme an Innenminister Joachim Herrmann ist auf der Homepage der FREIEN WÄHLER Amberg-Sulzbach veröffentlicht.